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Vierkampf der Zerberusse

Vier Jahre lang hielt Bastian Rutschmann fast alles was auf seinen Kasten kam, doch am Saisonende ist Schluss für den 40-jährigen. Allerdings nur bei der SG Pforzheim/Eutingen. In der kommenden Runde spielt das SG-Eigengewächs für den West-Drittligisten TuS Spenge. Der Abschied war von langer Hand geplant und bereits bei der letzten Vertragsverlängerung kommuniziert. Rutschmann baut in seiner alten „zweiten“ Heimat im Bergischen Land ein Haus und verlegt seinen Lebensmittelpunkt dorthin.

 

Keine leichte Aufgabe für die sportliche Leitung der SG die Nachfolge des Ausnahmetorhüters zu regeln. Doch es blieben den Verantwortlichen ja zwei Jahre die Leistungen der Nachwuchstorhüter aus dem eigenen Stall zu beobachten. Und letztlich fiel die Entscheidung auch zu Gunsten vier eigener Keeper.

 

Adam Studentkowski zeigte in dieser Runde bereits in der 3. Liga dass auf ihn Verlass ist, wenn er gebraucht wurde. Nach seiner langwierigen Verletzung in der Vorsaison kämpfte er sich mit guten Leistungen ins Drittligateam zurück und ist derzeit dort Nebenmann von Rutschmann. Diese Rolle füllte in der Vorsaison zu weiten Teilen Benni Löckel aus, der aktuell mit Luca Tschentscher das Tor der Zweiten Equipe in der Badenliga sauber hält. Löckel und Tschenscher gelten trotz ihres jungen Alters bereits als gefürchtetes Duo in der Badenliga. Alle drei Keeper verlängerten ihr Arbeitspapier aufgrund der Aussicht sich eines echten Vierkampfes unter talentierten Keepern stellen zu können.

 

Vierter im Bunde ist der aktuelle A-Jugend-Keeper Moritz Luckert. Der aus Winnenden stammende 19-Jährige spielt seit der B-Jugend bei der SG und absolviert derzeit ein FSJ beim Verein. Mit überragenden Leistungen sorgte er dafür, dass sein Name mittlerweile auch in Kronau und Kiel bekannt ist. Grund genug für die Verantwortlichen, ihm einen Vertrag für die Aktivität zu geben.

 

Ein gewichtiges Wort bei der Entscheidung keinen Torhüter von außen zu holen hatte SG-Torwarttrainer Hamza Catak. „Das sind vier tolle Talente. Jeder ist ein anderer Torhütertyp. Genau das, was jeder Trainer sucht. Es fehlt noch etwas an Erfahrung, aber die kommt dann mit vermehrten Einsätzen.“ Auch Wolfgang Lipps, sportlicher Leiter der SG, konnte mit der Empfehlung von Catak gut leben: „Es ist ja ein Segen, dass wir vier solche Talente haben. Und dann geben wir ihnen auch die Chance. Das ist ja der Markenkern der SG. Wenn wir nicht so denken würden, hätten wir auch auf dem Feld keine Spieler aus der SG-Jugend.“

 

Auch Coach Alexander Lipps steht hinter der Entscheidung. Als Trainer wünscht er sich natürlich immer die besten Spieler. Als Jugendkoordinator und A-Jugend-Trainer ist es ihm aber auch wichtig Signale an die Jugendspieler zu senden, was mit entsprechendem Ehrgeiz möglich ist. Und er betont: „Einen Erfolg oder Misserfolg nur am Keeper fest zu machen, ist mir zu billig. Da stehen immer auch sechs andere auf dem Feld“ nimmt er seine Feldspieler auch mit in die Verantwortung für die Entscheidung.

 

 

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