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Zwischenfazit der laufenden Saison

 

Nach knapp zwei Dritteln der Saison macht die Baden-Württemberg-Oberliga eine einwöchige Faschingspause, ehe sie auf die Zielgerade einbiegt. Und unsere 1. Herrenmannschaft ist im Rennen um den Aufstieg dick dabei. Der zum Aufstieg berechtigende zweite Tabellenplatz wird derzeit von unserer SG eingenommen. Sollten die nun anstehenden beiden Heimspiele gegen Neckarsulm und Deizisau gewonnen werden, hat unsere SG eine gute Ausgangsposition für die dann bevorstehenden direkten Duelle gegen die Mitbewerber um einen Aufstiegsplatz.


 
Dass diese Platzierung keine Selbstverständlichkeit ist, zeigt die Tatsache, dass bis auf Keeper Mile Matijevic nur auf Eigengewächse gesetzt wird und der Verpflichtung von externen Leistungsträgern seitens der sportlichen Leitung eine klare Absage erteilt wurde. Aus diesem Grund war auch der sofortige Wiederaufstieg überhaupt kein Thema. Vielmehr sollte diese Saison genutzt werden, hoffnungsvollen Nachwuchskräften wie Julian Broschwitz, Tom Schlögl oder Paul Lupus entsprechende Spielanteile zu ermöglichen - ohne immer an den Punktestand denken zu müssen.


 
Dass wir in der Vorbereitung der Saison einige Ausfälle zu verkraften hatten und ein geordnetes Mannschaftstraining nur eingeschränkt möglich war, erschwerte die Aufgabe zusätzlich. Abzulesen war dies dann in einem nicht ganz den Erwartungen verlaufenden ersten Saisondrittel, in dem man zwei Niederlagen zu viel zu beklagen hatte und auch nicht jeder Sieg mit Glanz herausgespielt wurde. Doch im weiteren Verlauf gewann die Mannschaft an Stabilität, obwohl Coach Alexander Lipps immer wieder kleinere Verletzungen und Ausfälle beklagen musste. So bitter eine langwierige Verletzung eines Spielers sein mag, ebenso schwer sind kurzfristige Ausfälle aufgrund kleinerer Verletzungen. Im ersteren Fall kann gezielt ein anderer Spieler eingesetzt werden, während im letzteren Fall die Mannschaft sich Woche für Woche in neuer Formation zusammenfinden muss.
 


So musste Coach Alexander Lipps beim letzten Spiel in Viernheim auf die Dienste von Abwehrchef Ingo Catak und Allrounder Nicolai Gerstner verzichten. Jan Strehlau war zwar wieder mit von der Partie, aber noch nicht vollständig genesen. Die Faschingspause kommt daher gelegen, um für das Saisonfinale die Blessuren auszukurieren.
 


Insofern lautet das bisherige Saisonfazit: Gut, und zuletzt mit dem richtigen Schwung. Silber, aus dem noch Gold werden kann.
 


Lesen Sie auch das Interview mit dem Vorsitzenden Jörg Lupus zum Zwischenfazit der Saison 2017/2018: 
 

[UM]

 


Wie zufrieden bist Du mit dem bisherigen Abschneiden in der Saison?


Jörg Lupus:

Sehr zufrieden. Um diese Antwort einordnen zu können, muss ich die Historie bemühen. Wir hatten bislang drei Abstiege aus der 3. Liga/Regionalliga zu verkraften. Und in jeder Saison nach einem Abstieg haben wir uns schwer getan und waren wirklich weit davon entfernt, im Aufstiegsrennen ein Wörtchen mitreden zu können. Wenn wir dann vorstandsseitig die Entscheidung treffen, ausschließlich auf Eigengewächse zu setzen, damit diese möglichst viel Spielanteile bekommen und weiter reifen können, dann ist ein zweiter Tabellenplatz nach zwei Dritteln der Saison sehr zufriedenstellend. Dazu stellen wir die mit Abstand beste Abwehr und haben mittlerweile das beste Torverhältnis. 

 


Zu Beginn der Saison war der Motor noch nicht richtig eingefahren. Oder täuscht dieses Gefühl?


Jörg Lupus:

Ja, wir sind sehr erfolgsverwöhnt und einige nehmen die gegenwärtigen Leistungen gar nicht mehr als eine tolle und herausragende Leistung wahr. Aber das ist alles andere als normal. Alle Mannschaften belegen derzeit Spitzenplätze. In der Jugend spielen wir überregional seit Jahren ganz vorne mit, während andere Vereine der Region sich regelmäßig bemühen und scheitern. Selbst sportartübergreifend – egal ob Handball, Fußball, Rugby, Basketball, Tennis, Ringen, etc. – sind wir hier ganz vorne, was sicher, in dieser Konstanz, nicht erwartbar war bzw. ist.

Aber vielleicht haben auch einige den denkbar knappen Abstieg aus der letzten Saison noch nicht vollständig verdaut. Und wenn dann noch zwei unnötigen Niederlagen in Deizisau und Steißlingen dazukommen, belastet das wohl manche Gemüter. Aber das gehört eben zur Entwicklung von jungen Spielern dazu. Wenn teilweise sechs Spieler im Alter von 18 bis 21 Jahren auf der Platte stehen, dann muss man ihnen zugestehen, dass sie Fehler machen und das auch dürfen. Nur so werden sie wertvolle Erfahrungen sammeln können.

Und irgendwann wollen und werden wir wieder in die 3. Liga aufsteigen und da brauchen wir dann genau diese Erfahrungswerte. Nur mit Jungen wird dieses Unterfangen wohl aber nicht gelingen. Aus diesem Grund brauchen wir eine gute Mischung aus alt und jung. Diesen Entwicklungsprozess durchlaufen wir gerade. Und das gewollt!
 

 
Wäre aber nicht die Verpflichtung eines erfahrenen Spielers, der die Mannschaft führt, hilfreicher? 
 
Jörg Lupus:

Wenn man das Ziel sofortiger Wiederaufstieg ausruft, ja. Unser Ziel ist es aber, unsere Eigengewächse zu diesen erfahrenen Spielern zu entwickeln. Seit unserer Eigenständigkeit als Verein in 2007 spielen alle Jugendmannschaften in den höchst möglichen Spielklassen, gewinnen Meisterschaften gegen überregionale Konkurrenz und tragen Deutsche Meisterschaften in Pforzheim aus.

Unsere A-Jugend belegt bundesweit den 7. Tabellenplatz in der ewigen Tabelle der A-Jugend-Bundesliga. In ganz Baden-Württemberg können nur die Bundesligisten der Rhein-Neckar Löwen sowie Balingen/Weilstetten mit solchen Erfolgen glänzen.

Diese nachhaltige Arbeit verdient die Note 1 mit Sternchen. Dass dies die DNA unseres Vereins ist, versteht sich doch von selbst. Und wer über ein solches Reservoir an Talenten verfügt, ist gut beraten, diese auch in der ersten Mannschaft zu fördern.
 

 
Angenommen die Mannschaft schafft den Aufstieg in die 3. Liga. Kann dieses Prinzip dann noch gelten?
 
Jörg Lupus:

Ja, natürlich. Wir werden es aber bei jungen Spielern leider nicht schaffen, immer den Talentstall unverändert beisammen zu halten. Studium und Beruf führen leider einige Spieler auch wieder weg von uns. Wenn dann ein bis zwei Verstärkungen von außen kommen, wäre das keine Abkehr vom Konzept. 17 bis 18 aus dem eigenen Stall hat kein anderer Drittligist in seinem Kader. Mir gefällt dieses Konzept es macht uns einzigartig und ich finde, es sehr sympathisch.
 

 
Die Mannschaft geht nächstes Jahr mit Alexander Lipps als Trainer in die 5. Saison. Nutzt sich das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft nicht irgendwann einmal ab?
 
Jörg Lupus:

Wir haben für uns eine ideale Konstellation gefunden, die sich nun schon nachhaltig bewährt hat. Unsere Jugendlichen erleben Ulf Meißner in der E-Jugend, Beate Lupus in der D-Jugend. Dann mit Alexander Lipps einen A-Lizenz-Inhaber in der C-Jugend, mit Alexander Bossert einen B-Schein-Inhaber in der B-Jugend und dann in der A-Jugend wieder Alexander Lipps als hauptverantwortliche Jugendtrainer.

So bekommen die Spieler während der Ausbildung bei uns einerseits unterschiedliche Schwerpunkte, gleichzeitig aber Konstanz. Eine Mischung, die wir ideal finden. Die überragenden Erfolge in der Jugendarbeit sind mehr als ein Beweis, dass unsere Trainer und allen voran Alexander Lipps junge Spieler weiterentwickeln können.

Warum sollte das plötzlich anders sein, wenn sie zu den 1. Herren kommen? Seit jeher haben wir leider nicht die Kanone, die in jedem Spiel mit einfachen Toren aus dem Rückraum zum Erfolg kommt. Wir müssen uns unsere Tore immer herausspielen. Und da können wir keinerlei Abnutzung erkennen.

Im Gegenteil. In den letzten Spielen hat die Mannschaft insgesamt und einzelne Spieler noch einmal einen großen Schritt gemacht und ich freue mich auf die nächsten Entwicklungsschritte.
 
 

 

 

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