Vorausschau Herren 1 auf das Wochenende

Mit Oppenweiler/Backnang kommt ein Überflieger

In der Dritten Handballliga hat die SG Pforzheim/Eutingen nach zwei Auswärtsspielen und einer zweiwöchigen Spielpause am Samstag, Spielbeginn 19 Uhr, in der Bertha-Benz-Halle gegen den HC Oppenweiler/Backnang wieder Heimrecht. Eine ganz schwere Prüfung, denn mit dem Gast aus dem Murrtal stellt sich der Spitzenreiter vor, der seit sieben Spieltagen von Sieg zu Sieg eilt und sich bei seinen bisher zehn Auftritten in dieser Saison erst einmal mit Salamander Kornwestheim dem amtierenden Meister geschlagen geben musste. Der Höhenflug ist umso erstaunlicher, als der HCOB ein einjähriges Intermezzo in der 2. Bundesliga hinter sich hat, das er mit nur einem Sieg in 34 Spielen als unrühmliches Schlusslicht beendet hatte. Dessen ungeachtet hat man nicht lange gefackelt, teils noch während der letzten laufenden Saison den nahezu totalen Umbruch eingeleitet, um mit zwei Händen neuer Spieler, darunter Hochkaräter wie Keeper Dennis Wipf vom Zweit-Bundesligisten VfL Hagen, Louis Mönch, der bei Bregenz Handball um die Torjägerkrone im österreichischen Handball kämpfte, dem Griechen Christos Erifopoulos von der HSG Konstanz sowie dem Franko-Italiener Sacha Koltes unter der Regie des Portugiesen Rui Silva auf der Trainerbank eine neue Mannschaft aufzubauen. Der Anspruch Wiederaufstieg in die Zweite Bundesliga, die sich der HCOB offensichtlich wirtschaftlich erlauben kann, ist dabei unverkennbar.

Bei so viel Substanz und Abgeklärtheit des Gegners wird es für die SG Pforzheim/Eutingen am Samstag ganz schwer werden, die magere Heimbilanz mit nur einem Sieg in den bisherigen vier Heimspielen etwas aufzupeppen, zumal für Alexander Lipps einfach die personellen Probleme nicht enden wollen. Neben Finn Meißner wird ihm am Samstag auch Maximilian Bröhl, dessen Handverletzung zwischenzeitlich als Kapselverletzung diagnostiziert wurde und damit zwei seiner bisher erfolgreichsten Torschützen fehlen. Auf deren Positionen werden mit Nils Ackermann und Lukas Hofsäß wohl Jungs aus der Perspektivvertretung beordert, mit Xaver Billmaier wird man auf der rechten Außenbahn wieder einen A-Jugendlichen aufs Parkett schicken müssen. Lichtblick, dass wenigstens Hannes Schnepf und Luka Mariani wieder dabei sind und auch hinsichtlich Matej Mikita ist geklärt, dass er zumindest die Abwehr verstärkt.

Also nicht die besten Aussichten das derzeit mit 8:10-Punkten negative Punktekonto auszugleichen und dennoch gehen Julian Broschwitz und seine Mitstreiter die Aufgabe willensstark an, unter ähnlichen Besetzungsproblemen hat man schließlich auch bei den heimstarken Aufsteigern in Schwäbisch Gmünd und Regensburg gepunktet.

 

gl.

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