Pressemitteilung - U18 mit guter EM-Vorbereitung

Nach einem kräftezehrenden Lehrgang in Hennef und zwei Länderspielen in Portugal durften sich die Spieler der U18 Nationalmannschaft drei Tage zuhause ausruhen und wieder ein paar Tage Schule genießen, ehe sie sich wieder zur finalen EM-Vorbereitung in Frankfurt trafen. Hierzu hatte DHB-Coach Erik Wudtke die Nationalmannschaft der Schweiz zu zwei Länderspielen in Biblis und Gelnhausen eingeladen und ging hierbei durchaus auch ein Risiko ein, bei dem Ziel, mit einem guten Gefühl nach Serbien aufzubrechen. Immerhin brachte die Schweiz vor gut einem Jahr beim Nordic-Cup auf den Färöer-Inseln dem DHBTeam die einzige Niederlage bei.
Doch bereits beim ersten Aufeinandertreffen in Biblis konnte die DHB-Equipe Revanche nehmen. Das erste Spiel entschied die Mannschaft mit 34:29 (16:13) für sich. Allerdings war die Schweiz der erwartet schwere Gegner, dem allerdings kleine Schwächephasen, die von der deutschen U18 kompromisslos ausgenutzt wurden, das Genick brachen. Vor 600 Zuschauern in der ausverkauften Halle zeigte SG-Talent Finn Meißner vor allem in der Abwehr seine Qualitäten, durfte aber auch zwei eigene Torerfolge bejubeln.
In der zweiten Partie in Gelnhausen führte die deutsche Mannschaft von Anfang an, geriet jedoch Mitte der ersten Halbzeit in einen Zwei-Tore-Rückstand, da die Schweiz
Tempohandball par excellence zelebrierte. Doch gegen Ende der ersten Halbzeit wendete die Mannschaft wieder das Blatt und ging mit einer 16:15-Führung in die Kabine. Das
enorme Tempo der Schweiz forderte jedoch einen hohen Preis. Mitte der zweiten Halbzeit ließ die Konzentration spürbar nach, die Angriffe waren weniger gut vorbereitet und die
Abschlüsse weniger konzentriert, wobei auch DHB-Keeper Tjorven Knackstedt einen Sahnetag erwischte. Am Ende gab es einen ungefährdeten 35:26-Erfolg, bei dem auch zwei
Treffer von Finn Meißner auf dem Spielberichtsbogen notiert werden konnten. Abermals lag aber sein Schwerpunkt auf der Deckungsarbeit im Innenblock. Aus taktischen Gründen spielte er teilweise sogar auf der für ihn ungewohnten Rechtsaußenposition im Angriff, wobei DHB-Coach Erik Wudtke die beiden Partien auch nutzte, um viele verschiedene taktische Varianten auszuprobieren.
Am Mittwoch geht es in Serbien zum Auftakt gegen die stark eingeschätzte italienische Mannschaft geht, deren Top-Spieler Matteo Agostinelli bei den Füchsen Berlin das Tor
hütet. Am Donnerstag trifft die Mannschaft auf Gastgeber Serbien, die beim Merzig-Cup im Dezember deutlich besiegt werden konnten. Allerdings sind die Vorzeichen dieses Mal
umgekehrt. Die Fans in Belgrad gelten als enthusiastisch und unsere Spieler haben bisher nur wenige Erfahrungen in auswärtigen Hexenkesseln gesammelt. Das abschießende
Gruppenspiel findet am Samstag gegen die Türkei statt, der lediglich Außenseiterrollen zugeschrieben werden.
Pforzheim, 27.7.2026

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