Pressemitteilung - TOP 1, TOP 4 oder TOP 14 in Deutschland?
Wer hätte das 2011 für möglich gehalten? Der DHB führt die A-Jugend-Bundesliga ein und die SG Pforzheim/Eutingen qualifiziert sich nicht nur auf Anhieb, sondern ist von 48
Gründungsmitgliedern einer von nur 14 Vereinen deutschlandweit, die seither ununterbrochen zu der nunmehr auf 40 Mannschaften reduzierten Jugendhandball-
Bundesliga gehören und im September in die 16. Spielzeit hintereinander starten. Betrachtet man nur die Vereine, die über kein Handball-Internat verfügen, verbleiben neben der SG gerade mal drei weitere Vereine.
Und die SG ist dabei die einzige Mannschaft in Deutschland, deren erste Herrenmannschaft nicht in der 1. oder 2. Bundesliga spielt. Hier folgen der HC Bremen mit bislang 14
Teilnahmen und der nordbadische Nachbar HG Oftersheim/Schwetzingen mit 12 Teilnahmen, wobei der HC Bremen über ein Sportinternat verfügt. Auch in der erstmals vor
zwei Jahren neu eingeführten B-Jugend-Bundesliga gehört die SG zu den Gründungsmitgliedern und geht nun in die dritte Spielzeit hintereinander.
Eng verknüpft mit diesem Erfolg sind die Namen Alexander Lipps und Markus Rauch, die es immer wieder schaffen, aus dem eigenen Eutinger Nachwuchs eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen. Hochkarätige Neuzugänge sind dabei meist Fehlanzeige. Diese greifen die Top-Clubs der Republik ab. Mangels Internat müssen sich Lipps und Rauch auf Spieler aus dem näheren Umfeld beschränken. Nicht selten auf Spieler, die in der B-Jugend „nur“ Regionalliga oder Oberliga gespielt haben.
Für den Scouting-affinen Lipps kein Problem. Offensichtlich mit einem Diamantenauge ausgestattet, gelingt es ihm immer wieder, Spieler zu entdecken, die er gezielt
weiterentwickeln kann und sei es auch nur für Spezialaufgaben. Nicht selten finden diese den späteren Anschluss an die Herrenmannschaft in der 3. Liga oder bei einem anderen Verein.
Auch Berufungen in die Jugendnationalmannschaft haben keinen Seltenheitswert. Das Duo Lipps/Rauch schafft es offensichtlich, mit der halben Trainingszeit ähnliches herauszuholen wie die Handball-Internate. So gehörten in der jüngsten Vergangenheit Lukas Süßer (Jahrgang 2002), Nico Schöttle (2003), Torsten Anselm (2004) und Finn Meißner (2008) zum Kader der deutschen Jugendnationalmannschaft. Giancarlo Luminario (2009) komplettiert diese Auflistung, hat sich allerdings für die italienische Nationalmannschaft entschieden.
So finden auch regelmäßig SG-Akteure den Weg in die 1. oder 2. Bundesliga. Nicht nur der spätere Nationalspieler Patrick Groetzki trug in der Jugend das SG-Trikot, sondern auch der EHF-Pokalsieger Bastian Rutschmann und auch Sandro Catak fand ebenfalls den Weg in die 1. Bundesliga. Aktuell spielen Nico Schöttle beim Bergischen HC und Sascha Pfattheicher beim HBW Balingen-Weilstetten in der 1. Bundesliga, Lukas Süßer, Luca Tschentscher und Torsten Anselm in der 2. Bundesliga, während Valentin Spohn mittlerweile in Kuwait und Manuel Fritsch in der Schweiz spielen.
Diese Erfolge haben jedoch auch ihren Preis. Trainer Alexander Lipps ist beim Verein fest angestellt. Auch Herren Co-Trainer Christian Hörner ist ebenfalls fest angestellt, aber nicht wegen der Co-Trainertätigkeit. Hörner unterstützt die beiden Trainer im Athletikbereich und der Anschlussförderung für die Herren. Hohe Spielbetriebskosten durch überregionale Schiedsrichter, ein vom DHB geordertes Schiedsgericht, Reisekosten und vieles mehr belasten den Etat, während die Einnahmen übersichtlich bleiben.
Dennoch will SG-Präsident Jörg Lupus hier nicht den Rotstift ansetzen. „Die deutschlandweit anerkannt gute Jugendarbeit ist unser Markenkern. Hiervon profitiert auch
unsere erste Mannschaft, die sich überwiegend aus dem eigenen Nachwuchs rekrutiert.“ Und ganz im Gegenteil: Nachdem Sandro Catak aus familiären Gründen sein Traineramt beim Regionalligisten TVS Baden-Baden quittierte, zögerte der sportliche Leiter, Wolfgang Lipps, keine Sekunde, um Catak für die SG als Individualtrainer für den Nachwuchs zu gewinnen.
„Ein wesentlicher Teil der handballerischen Grundlagenausbildung erfolgt im Alter von 14-19 Jahren. Nur auf die kann später aufgesetzt werden“, nennt SG-Coach Alexander Lipps Gründe, warum er hier ein Investment auch für sinnvoll hält.
SG-Vorstand Ulf Meißner geht sogar weit zurück. „Mit der Trennung vom TB Pforzheim und der eigenen Vereinsgründung 2007 konnten wir unsere Philosophie einer herausragenden Jugendarbeit Stück für Stück verwirklichen. Begünstigt durch eine hohe Qualität der Trainer, nicht nur der A-Jugend, konnten wir diesen Erfolg verstetigen. Darauf dürfen wir zurecht stolz sein.“
Damit diese Erfolge nicht irgendwann eine Replik in der Vereinshistorie bleiben, sondern kontinuierlich fortgesetzt werden, dafür bedarf es neben sportlichem Engagement auch
wirtschaftlicher Unterstützung.
Interessierte Zuschauer, Eltern, Verwandte können über den Junior-Pool der SG einen kleinen Beitrag leisten, der zudem als Spende absetzbar ist.
Für Firmen bieten wir interessante Pakete, insbesondere zur expliziten Förderung unserer Jugend-Bundesligamannschaften an.
Unser Geschäftsführer Hendrik Beier steht hier gerne für weitere Informationen zur Verfügung (hendrik.beier@sg-pforzheim.de).
Pforzheim, 2.7.2026
