Pressemitteilung - Ein Neuzugang, der keiner ist

Im September des vergangen Jahres erhielt Finn Meißner den Nationalkaderstatus und war
dadurch nach Erledigung der Formalitäten für die erste Herrenmannschaft des Drittligisten
spielberechtigt. Kurze Zeit später warf ihn SG-Coach Alexander Lipps in das Geschehen
und Meißner bestätigte dies mit guten Leistungen. Nicht selbstverständlich ist, dass er als
Jüngster bei einem Strafwurf zum Siebenmeterpunkt schreitet.
Auch wenn bereits mehrere namhafte Handball-Internate den Kontakt zu dem talentierten
17-jährigen aufgenommen haben, entschied sich das Talent dafür, seinen ersten Vertrag im
Erwachsenenbereich in Pforzheim zu unterschreiben. „Ich habe in meiner Entwicklung
enorm von Alex profitiert, spüre das Vertrauen, das er in mich hat und bekomme ständig
gute Tipps für Verbesserungen“, adelt der Remchinger seinen Pforzheimer Coach.
Seine Zelte sieht er in der näheren Zukunft noch in Pforzheim. Zum einen will er einen
Schulwechsel kurz vor dem Abitur vermeiden, zum anderen „den zweiten Schritt nicht vor
dem ersten machen“. Auch wenn seine bisherigen Leistungen das Potenzial erahnen lassen,
gibt er sich für sein Alter sehr reflektiert: „Leistungen bringen ist das eine, sie bestätigen das
andere“.
SG-Trainer Alexander Lipps freut sich jedenfalls über die Entscheidung. „Finn hat das
Potenzial und auch den Ehrgeiz für höhere Aufgaben. Dass er aber zuerst seinem
Heimatverein etwas zurückgeben und den richtigen Zeitpunkt auswählen möchte, finde ich
eine kluge Entscheidung.“ Auch wenn die Bundesliga das Ziel des Linkshänders ist, so weiß
er auch, dass „ich mich erst in der 3. Liga Schritt für Schritt zum Leistungsträger entwickeln
muss, ehe eventuell der nächste Schritt kommt.“ Hier befindet sich Meißner aber auf dem
besten Weg. Mit 63 Treffern in nur 13 Spielen führt er gemeinsam mit Luca Mariani die
vereinsinterne Torschützenliste an, freilich auch aufgrund der verwerteten Strafwürfe.
Verlassen hingegen wird den Verein ein anderer Linkshänder. Der 21-jährige Bennet Löhmar
wird sich dem TVS Baden-Baden anschließen, um wieder vermehrt Spielpraxis zu erhalten.
Nach einem durchwachsenen Saisonstart mischen die Sandweierer wieder im
Aufstiegsrennen zur 3. Liga mit. Gut möglich also, dass kommende Runde Löhmar dennoch
in der Bertha-Benz-Halle auf dem Parkett zu sehen ist.
Pforzheim, 12.2.2026
 

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