Herren 1 - Derby mit den Junglöwen
Ein Klassiker, bei dem diesmal vieles für einen Sieg der gastgebenden Eutinger spricht. Die vorzeigbare Heimbilanz von 22:4-Punkten in den bisherigen 13 Hausaufgaben, die Galavorstellungen in den letzten beiden Heimspielen gegen Konstanz und Neuhausen, 8:2-Zähler aus den letzten fünf Spielen ohne Niederlage, dem stehen 2:6-Zähler des Gegners aus dem Kraichgau aus den letzten Spielen gegenüber.
Und dennoch wird man nicht alles auf einen Sieg der Lipps-Truppe setzen, denn die Derbys mit den Junglöwen unterliegen eigenen Gesetzen, man kennt sich zum Großteil schon von den vielen Auseinandersetzungen in der Jugend her, wechselnde Spielausgänge sind an der Tagesordnung. Den letzten Vergleich in der Vorrunde haben die Löwen in der Sporthalle in Östringen mit 29:24-Toren für sich entschieden. „Dies war eine unserer schlechtesten Saisonleistungen“ bewertet SG-Trainer Lipps dieses Match und gibt damit zu erkennen, dass man diesmal den Spieß auf jeden Fall umdrehen will.
Während man bei den Pforzheimern in erster Linie auf die Abwehr setzt (711 Gegentreffern der SG stehen 821 der RNL gegenüber), ist bei den Junglöwen offensichtlich (754 Pforzheimer Toren stehen deren 842 der Kraichgauer gegenüber) die Abteilung Attacke der tragende Mannschaftsteil. Der Ausgang der Begegnung am Samstag wird also wesentlich davon abhängen, inwiefern Pforzheims Abwehr das Angriffsdreieck der Löwen um die Rückraumkanoniere Jan Kraft und Laurin Karrenbauer im Rückraum und Elias Benitez an der Kreisspitze an die Kette bekommt. Schon aus diesem Grunde ist es ganz wichtig, dass Oskar Emanuel und Matej Mikita, die zuletzt in Köndringen/Teningen fehlten, zusammen mit Josias Boschmann und Max Bröhl wieder den Abwehr-Innenblock verdichten.
Was den Eutinger Angriff betrifft dürfte Jugend-Nationalspieler Finn Meißner ein weiteres Glanzlicht setzen, nach bisher 99 markierten Treffern (59 aus dem Feld/40 vom Siebenmeter-strich) wird er am Samstag wohl in den „Club der 100er“ aufrücken, in seinem 20. Drittligaspiel wohlbemerkt und mit 17 Jahren nach wie vor für die Jugend spielberechtigt. Da versteht es sich fast von selbst, dass ihm diese Woche wieder eine Einladung des DHB zu einem Lehrgang für die U19-Nationalmannschaft ins Haus flatterte.
[gl]
