Pressemitteilung - Finn Meißner wird Löwe
Nur noch bis zum Ende der laufenden Runde werden die Pforzheimer Zuschauer SG-Eigengewächs Finn Meißner auf dem Parkett der Bertha-Benz-Halle spielen sehen. Der 17-
jährige frisch gebackene U18-Europameister hat sich aus verschiedenen Anfragen höherklassiger Vereine bewusst für einen Wechsel zu den Rhein-Neckar-Löwen
entschieden.
Wie ihm sein langjähriger Trainer und Förderer Alexander Lipps bescheinigt, zeichnete sich Meißner schon in frühester Jugend durch hohen Ehrgeiz und Trainingsdisziplin aus. Neben dem handballerischen Talent führten diese Eigenschaften nun zu einem gesteigerten Interesse von Bundesligisten, die in dem Remchinger noch weiteres Entwicklungspotenzial sehen.
Ausschlaggebend für die Entscheidung zum Wechsel nach Mannheim waren neben der Heimatnähe und den fordernden Trainingsbedingungen mit Nationalspielern wie Jannik
Kohlbacher, David Späth, Dani Baijens oder Haukur Thrastarson die vertrauensvollen Gespräche mit Löwen-Cheftrainer Maik Machulla, der in seiner Flensburger Zeit auch schon Johannes Golla vom Talent zum Nationalspieler entwickelte.
Machulla freut sich auf den 17-Jährigen: „Finn ist ein absolutes Top-Talent. Das hat er in der dritten Liga und zuletzt bei der U18-EM eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Wir freuen uns daher sehr, dass sich Finn bewusst für die Rhein-Neckar Löwen entschieden hat. Finn ist ein ehrgeiziger Typ, der alles für seine Entwicklung gibt. Gemeinsam werden wir an den nächsten Schritten seiner Karriere arbeiten.“
„Natürlich träumt man als Kind immer von der Bundesliga. Dass sich jetzt diese Gelegenheit für mich bietet, ist was ganz Besonderes, die ich natürlich ergreifen möchte, auch wenn mir der Abschied vom Heimatverein schwerfällt“, freut sich Meißner mit einem lachenden und weinenden Auge auf die Zukunft. „Ich werde jedoch so oft wie möglich Gast in der Bertha-Benz-Halle sein“, gibt Meißner ein Versprechen in Richtung SG-Fans.
Mit gemischten Gefühlen blickt auch SG-Coach Alexander Lipps auf den Wechsel. Wieder einmal ist es ihm gelungen, aus einem Rohdiamanten einen Diamanten zu formen, der den Sprung in die Bundesliga schafft. Und wieder einmal muss Lipps es schaffen, die dadurch ausgelöste Schwächung im Kader zu kompensieren. Dennoch überwiegt bei Lipps das Positive: „Dass wir es immer wieder schaffen, regionale Talente auf ein solches Niveau zu heben, ist eine besondere Auszeichnung unserer Arbeit.“ Da bedarf es künftig „nur“ der Fortsetzung dieser hochwertigen Arbeit, um derartige Abgänge zu kompensieren.
Auch wenn der Entwicklungsweg im Profisport selten geradlinig verläuft und kaum vorhersehbar ist, wäre es für den Linkshänder der Wunsch, eine erfolgreiche
Handballkarriere in der ersten Bundesliga am Ende wieder in der Bertha-Benz-Halle ausklingen zu lassen.
Den Wechsel von Meißner wollen beide Vereine mit einem Freundschaftsspiel besiegeln. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.
Pforzheim, 8.9.2026
