Finn Meißner erfolgreich bei der U-18 Nationalmannschaft
Mit einer Gewinnermedaille kehrte Finn Meißner von der „Mini-Europameisterschaft“ der U18-Nationalmannschaften aus Merzig zurück und erhielt von DHB-Coach Erik Wudtke viel Spielzeit während des Turniers.
In der Auftaktpartie gegen Serbien wurde der 17-jährige Linkshänder zur zweiten Halbzeit aufs Parkett geschickt und war beim sicheren 35:21-Sieg mit sechs Treffern erfolgreichster Torschütze. Weitere zwei Treffer steuerte er zum 33:25-Erfolg über Portugal bei, was für die DHB-Equipe den vorzeitigen Gruppensieg und Halbfinaleinzug bedeutete. Im Halbfinalspiel gegen die wendigen Slowenen, gegen die es 2024 für das DHB-Team noch eine Niederlage gab, war Meißner beim ungefährdeten 31:25 gleich viermal erfolgreich. Immer wieder erhielt der SG-Spieler zusätzliche Spielzeiten in der Abwehr, um seinem Pendant im rechten Rückraum, Julius Pöthke vom TSV Hannover-Burgdorf, Verschnaufpausen zu geben, und löste diese Aufgabe gut.
So gut, dass dies Trainer Wudtke nicht verborgen blieb und er im Final darauf zurückkommen musste.
In diesem Finale ging es gegen Island und für die DHB-Sieben hieß es Revanche zu nehmen für die Niederlage im Sommer bei der Jugend-Olympiade. Allerdings kam die Mannschaft schlecht ins Spiel und lag nach 15 Minuten bereits mit 4:10 in Rückstand. In der 22. Minute wurde der Pforzheimer nach einer Auszeit beim Stand von 8:12 eingewechselt, vor allem um den Innenblock zu stabilisieren. Und dies mit Erfolg. Neben einer guten Deckungsleistung trug er mit zwei starken Assists dazu bei, dass der Rückstand kurz vor der Pause egalisiert werden konnte, ehe man in der letzten Sekunde noch den Treffer zum 16:17 einstecken musste. Doch die starke Phase hielt auch nach dem Pausenpfiff an. Der Mittelblock um Finn Meißner und Partner Anton Hahn vom THW Kiel verteidigte alles weg, was auf sie zukam und in der 42. Minute hieß es 25:20. Einige ausgelassene Großchancen sorgten allerdings dafür, dass die Isländer wieder auf einen Treffer herankamen, ehe sich in den letzten fünf Minuten die Abwehr erneut als unüberwindbares Bollwerk erwies und Deutschland seinerseits zwei Treffer zum 31:28-Endstand markierte. Dass der aktuell in der Torschützenliste der 2. Bundesliga Süd führende Remchinger gerade in der Defensive so wertvoll war, überrascht zumindest seinen SG-Trainer Alexander Lipps nicht: „Er trainiert das seit einigen Monaten bei uns im Herrenbereich und hat sich da stetig weiter entwickelt.“ Und Meißner selbst zeigt sich mit seiner Leistung zufrieden: „Ich habe viele Einsatzzeiten bekommen und es ganz gut gemacht. Jetzt gilt es an den Hinweisen, die ich dennoch bekommen habe, zu arbeiten. Egal ob Abwehr oder Angriff, Hauptsache dabei“ hofft er wieder auf eine Nominierung. Auch wenn er bei seinem siebten Länderspiel das erste Mal ohne eigenen Torerfolg blieb, war es mit sein stärkster Auftritt im Trikot mit dem Adler auf der Brust.
