Eutinger wollen sich auch auswärts beweisen
Nach den beiden überzeugenden Heimvorstellungen gegen Konstanz und Neuhausen und seit vier Spielen ohne Spielverlust geht Handball-Drittligist SG Pforzheim/Eutingen am Samstag bei der SG Köndringen/Teningen wieder einmal auswärts an das runde Leder. „Dass wir zuhause gut geliefert haben, beweist auch unsere Heimbilanz“ so Trainer Alexander Lipps selbstbewusst, nicht weniger als 22 ihrer bisherigen 31 Pluspunkten haben die Eutinger vor dem eigenen Anhang eingespielt, nur der TSB Horkheim hat es in der laufenden Spielrunde fertig gebracht aus der Bertha-Benz-Halle beide Zähler zu entführen.
Lipps betont allerdings auch „dass auswärts dafür beim Punkten Nachholbedarf besteht“ , seit dem Sieg bei Erlangen-Bruck Mitte Januar warten seine Jungs in fremder Halle wieder auf ein volles Erfolgserlebnis. Die Chance dieses Manko abzustellen besteht am Samstag in der Jahnhalle in Teningen, denn bei Gastgeber SG Köndringen/Teningen dürfte die Luft draußen sein, nachdem die Schwarz/Gelben seit Ostermontag nach der Klatsche bei den Würzburger Wölfen als sofortiger (Wieder) - Absteiger feststehen. Den Breisgauern hat in dieser Runde aber auch das Pech förmlich an den Fersen geklebt. Mit den Gebrüdern Pascal Helm und Maurice Bührer fallen ihre beiden Top-Torjäger nach Muskeloperationen bereits seit dem Jahreswechsel aus, seitdem ist man nach ganz passablem Start in der Tabelle in den Keller gerauscht. Dass man trotzdem mit Rückraumschütze Jonas Meyer und Flügelflitzer Maximilian Endres im Angriff doch noch einiges zu bieten hat beweisen durchschnittlich 30 erzielte Treffer pro Spiel, das Problem liegt eher in der Abwehr, wo man sich im Schnitt deren 35 Gegentreffer einhandelte.
35 Gegentreffer waren es auch beim 35:29-Vorrundensieg der SG, der allerdings beim 16:15-Pausenstand noch nicht in trockenen Tüchern war.
Auch wenn die SG die Frist für die Meldung zur Aufstiegsrunde zur 2.Bundesliga zwischen-zeitlich verstreichen ließ, will man so Alexander Lipps die Begegnung am Samstag und die danach noch folgenden vier Spiele nutzen „um am Ende einer ganz akzeptablen Saison noch den einen oder anderen Rang in der Tabelle nach oben zu klettern“. Obwohl man das spielfreie Osterwochenende nutzte um zu regenerieren, ganz sorgenfrei geht man die Begegnung am Samstag nicht an. Davor Sruk fehlte zuletzt erkrankt im Training, auch im zentralen Abwehrbereich hakt es bei dem einen und anderen noch. Auf erste längere Spielzeiten darf sich Nils Ackermann freuen, der zu Beginn zur Saison vom BSV Sinzheim zugestoßene Linkshänder hat sich diesen Einsatz mit seiner herausragende Wurfausbeute im Perspektivteam und starke Trainingsleistungen verdient.
gl
