Pressemitteilung - Finn Meißner wird mit U18 Europameister
Wer hätte das gedacht? In der Vorrunde ließ die Mannschaft im Gruppenspiel gegen Serbien einen Punkt liegen. Nach zwei enttäuschenden Hauptrundenniederlagen gegen Slowenien und Frankreich rutschte die deutsche U18-Nationalmannschaft als zweitbester Gruppendritter nur mit viel Glück ins Viertelfinale, wo es ausgerechnet gegen den
Turnierfavoriten und EYOF-Sieger Island ging.
Doch zur rechten Zeit konnte die Mannschaft den Schalter umlegen. Mit einer enormen Leistungssteigerung präsentierten sich die Jungs von Trainer Erik Wudtke nun von ihrer
besten Seite. Am Ende gab es einen Start-Ziel-Sieg und nach dem 33:31-Erfolg traf die Mannschaft im Halbfinale auf die ebenfalls stark eingeschätzten Spanier. In der ersten
Halbzeit stotterte allerdings noch der Motor und nur Keeper Tjorven Knackstedt sowie etlicher spanischer Fehler war es zu verdanken, dass unser Team nur mit einem 10:11-
Rückstand in die Kabine musste. Was dann folgte, war die beste Halbzeitleistung im Turnier. Der zum Abwehrspezialist umfunktionierte Finn Meißner rückte in die Abwehr und hielt die Deckung zusammen. Nach einem schnellen Gegenstoß traf er beim 12:11 zur ersten deutschen Führung und legte später zum 15:12 nach. Am Ende zog die Mannschaft mit einem 32:27-Sieg ins Finale ein.
Gegen die ungeschlagenen Slowenen wollten die Jungs Revanche für die Hauptrundenniederlage nehmen. Nach einer schnellen 2:0-Führung gab es ein Déjà vu. Plötzlich führte Slowenien mit 8:5. Doch im Gegensatz zum Hauptrundenspiel fruchtete die Abwehrumstellung. Die deutsche Deckung war nicht mehr zu überwinden und Keeper
Tobias Dengler wuchs über sich hinaus. Mit einer komfortablen 17:11-Führung ging es in die Pause. Und auch nach dem Seitenwechsel zündete die Mannschaft weiter, führte
phasenweise mit 11 Toren, um am Ende einen völlig verdienten und ungefährdeten 36:27 Erfolg einzufahren.
Im Finale erhielt SG-Talent Finn Meißner auch wieder mehr Spielzeit im Angriff und bedankte sich mit drei Treffern für die erhöhte Einsatzzeit. Nunmehr kehrt Meißner nicht nur mit vielen neuen Erfahrungen aus Serbien zurück, sondern auch mit einer Goldmedaille.
Zum dritten Mal nach 2008 und 2012 gewann eine DHB-Auswahl den EM-Titel in dieser Altersklasse. Hinzu kam 2021 der Titel bei der U19-EM, nachdem die U18-EM ein Jahr
zuvor wegen Corona abgesagt wurde.
Offensichtlich ist die Nominierung von SG-Spielern ein gutes Omen: 2021 holte Nico Schöttle (jetzt Bergischer HC) Gold, jetzt Finn Meißner.
Trotz fast vierwöchiger Vorbereitungslehrgänge und kräftezehrender acht Spiele in elf Tagen bleibt Finn Meißner nur wenig Zeit für Erholung. Bereits am Donnerstag steigt der 17-jährige wieder ins heimische Mannschaftstraining ein, steht doch bereits am 21. August 2026 das DHB-Pokalspiel gegen den Bundesligisten SG BBM Bietigheim an.
