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„Jubilare, Hüttenzauber und Skibruch“

Zu Beginn des Berichts möchte ich anmerken, dass dieser aus besonderem Anlass teilweise in der Ich-Form geschrieben ist. Dazu nachfolgend mehr und nun lasst uns mit dem eigentlichen Ende des Berichts beginnen.

 

Strahlender Sonnenschein, kristallklare Luft, Neuschnee und top präparierte Pisten. Die heiligen drei Könige zeigten sich von ihrer besten Seite, doch all das musste der SG-Tross am 6. Januar zurücklassen, als es früh am Morgen mit dem Bus der Firma Reisefuchs zurück nach Hause ging. So ließen alle während der Rückfahrt, mit einem weinenden und einem lachenden Auge, vier tolle Skitage, bei einigen auch Nächte, vor ihrem geistigen Auge Revue passieren. Bossert/Wilhelm Reisen war es wieder einmal gelungen, für insgesamt 30 Ski- und Snowboardbegeisterte eine Freizeit zu organisieren, bei der alles perfekt durchgeplant war.

Hinzu kam, dass Ala Bossert und Nils Wilhelm bei dieser Ausfahrt ihr zehnjähriges Reise-Jubiläum feiern durften. Begonnen hatte alles 2011 in Leysin-Les Mosses in der Schweiz, wo die Ausfahrt regelrecht ins Wasser fiel. Doch trotz dieses unverschuldeten Rückschlags, ließen sich die Reisepioniere glücklicherweise nicht entmutigen und in der Folge führte die Reise über Radstadt/Zauchensee (4x), Obertauern (3x), nun zum zweiten Mal nach Saalbach/Hinterglemm, wo wir erneut im Müllauerhof Quartier bezogen. Und man kann sagen, dass diese Ausfahrt eines Jubiläums würdig war.

Hatte uns letztes Jahr ein Schneechaos den Panoramablick auf die herrliche Bergwelt und die weitläufigen Pisten verwehrt, sowie das Fahren eingeschränkt, wurden wir dieses Jahr durch das Gegenteil entschädigt. Mit einem neuen Konzept, dass sich aus der letztjährigen Meinungsumfrage ergeben hatte, waren wir am 02. Januar gestartet. Nicht wie üblich, morgens um neun Uhr, sondern schon nachts um ein Uhr, damit wir gleich nach der Ankunft in unserer Jugendpension, uns umziehen und sofort auf die Piste starten konnten. Das klappte auch hervorragend, da uns Busfahrer Mathias, der sich mit seiner Frau Antje beim Fahren abwechselte, sicher ans Ziel gebracht hatte. Nach ein paar Mützen Schlaf und einem einstündigen Raststättenhalt, kamen wir um acht in der Früh an und standen um halb zehn auf der Piste.

Nach einem kurzen Aufwärmprogramm von Skilehrer Nils und der Sichtung der Fahrkünste der „Neuen“, starteten wir bei herrlichem Wetter und gut präparierten Pisten gruppenweise ins Ski- oder Snowboardvergnügen. Ein nachmittäglich anberaumtes Gruppenfoto an der Bärnalm, führte nicht zum erwünschten Topfoto, was an der Ausgelassenheit der jugendlichen Teilnehmer - Schneeballschlacht und Einseifen waren angesagt - sowie den ungünstigen Lichtverhältnissen scheiterte. Gegen 16.00 Uhr konnten „ fast“ alle Zimmer bezogen werden und um 18.30 Uhr war Essenszeit angesagt. Pech oder vielleicht auch doppeltes Glück hatte der, der sich mittags auf der Hütte Spaghetti Bolognese einverleibt hatte, und davon gab es welche, denn genau das stand auf dem Speiseplan. Dazu gab es eine reichbestückte Salatbar und schmackhaften Nachtisch, sodass jeder satt wurde. Beim Abräumen und Tische putzen wurde das Hauspersonal von den „Sportlern des Tages“ unterstützt, welches sich aus einem an Alzheimer leidenden Torwart und einem leicht schusseligen Rückraumspieler rekrutierte.

So gingen wir gut gestärkt ins Abendprogramm über, wo Ala und Nils gleich zu Beginn mit zwei Überraschungen aufwarteten. Für jeden Teilnehmer gab es ein Jubiläums-T-Shirt, auf dessen Rückseite sämtliche Stationen der 10-jährgen Ära aufgeführt waren. Eine besondere Ehrung mit zwei tollen Gutscheinen, einmal fürs äußere und einmal fürs innere körperliche Wohlbefinden, gab es für mich, da ich bei allen Ausfahrten als Betreuer dabei war. Darüber habe ich mich sehr gefreut, sage vielen Dank und möchte an dieser Stelle anmerken, dass dies ohne die zwei Protagonisten nicht möglich gewesen wäre. Viele Stunden und Tage investierten beide ehrenamtlich in diese Freizeiten und planen bereits jetzt schon für 2021. Ich denke, dass ich hier für alle bisherigen Teilnehmer spreche, wenn ich den beiden hierfür ein dickes Lob und ein herzliches Dankeschön ausspreche. Die SG Pforzheim/Eutingen kann sich glücklich schätzen, solche Mitglieder in ihrem Verein zu haben. Danach waren die E-Sportler an der Reihe, die beim Fifa-Duell virtuell um jeden Ball kämpften. Den Controller am geschicktesten bedient hatte das Team Schöttle/Virzi, welches sich im Endspiel gegen die Nachwuchsstars Meißner/Giualiano durchsetzte. Den dritten Platz unter acht Teams erspielten sich Wanner/Schneider gegen Bossert/Gates. Das teilnehmende weibliche Team mit Mareike und Kathi scheiterte leider im Viertelfinale am späteren Turniersieger.

 

In den zweiten Tag starteten wir nach einem ausgiebigen Frühstück erneut mit Sonnenschein. Für manche war „Heizen“ und „Kilometerfressen“ angesagt, für andere nach gemächlicher Fahrt, eine gemütliche Einkehr mit Kaffee trinken im Sonnenschein. Auch die Tierwelt war in Gestalt von Luca, Julius, Jakup und Lars vertreten. Als Papagei, Hahn, Eis- und Braunbär machten sie die Pisten unsicher und kamen in ihren Kostümen ganz schön ins Schwitzen. Hüttenempfehlungen, aber auch Negativberichte, wurden über WhatsApp verschickt und von Ala im Laufe der Tage fleißig für seinen exklusiven „Hüttenführer“ gesammelt. So kristallisierten sich mit der Zeit „Reiteralm“, „Thurneralm“, „Maisalm“ und „Hochwarthalm/Almstüberl“ als Favoriten heraus. Nach dem Abendessen, es gab das altbewährte Gericht „SchniPoSa“, wurde am Reiterkogel gerodelt was der Schlitten hergab und im „Tanzhimmel“ der Abschluss gemacht. Dieses Mal war das B-Jugend-Bob-Team jedoch nicht so in Form wie letztes Jahr (siehe Bericht 2019) und ließ die Abschlussfahrt auf dem Hosenboden ausfallen. Dafür stimmten sie anschließend in unserer Pension, nach anstrengenden Pingpong- und Würfelspielen, mit Coach Ala zahlreiche Stimmungslieder an und krochen weit nach Mitternacht in ihre Betten. Der dritte Tag begrüßte uns mit Wolken, die sich aber nicht negativ auf die Sicht auswirkten und so konnten weitere Pistenkilometer in Angriff genommen werden. Nachmittags schneite es leicht, was den Entschluss für eine Hütteneinkehr erleichterte. Zurück im Hotel frönten wir dem medialen Handballsport und freuten uns über einen Sieg der deutschen Handballer über Island. Der folgende Pizzaabend ließ lange Schlangen am Büffet entstehen, da viele nicht genug von der italienischen Spezialität bekommen konnten und ihr Mahl mit haugemachtem Tiramisu und Panna Cotta abschlossen. So konnten alle gut gestärkt in das von mir moderierte Skifahrerquiz starten. Ihre Kenntnisse über TV/Film, Musik, Sport und Allgemeinwissen mussten die fünf Teams in die Waagschale werfen, um in den Genuss der als Hauptpreis ausgelobten Gutscheine für ein Spezialitätenrestaurant zu kommen. So rauchten die Köpfe und am Ende ging das Team mit Jan, Mareike, Lars, Yakup und Elia ganz knapp als Sieger aus diesem Wissensduell hervor.

 

Über Nacht legte sich dann 20 cm Neuschnee auf die Pisten, der für Pistenspaß und flotte Abfahrten sorgte. Allzu flott war Julius unterwegs, hatte aber Glück im Unglück, als er auf einer „schwarzen Abfahrt“ in einer Schneewehe stecken blieb und sein Ski brach. Das lustige Bild mit einem rechtwinklig abstehenden Ski, machte seine WhatsApp-Runde und jeder war froh, dass dem in der Bindung steckenden Julius nichts passiert war. Zum Après-Ski im „Goaßstall“ am Reiterkogel trafen sich am Ende des Tages nur die „Alten“, da die „Jugend“ noch an den Folgen der zurückliegenden Feiernächte litt und bereits ins Hotel zum Erholungsschlaf zurückgekehrt war. Mit Fisch am Abend wurden die Eiweißspeicher aufgefüllt und dieser etwas ruhiger als die letzten Abende abgeschlossen. Die Betreuer ließen sich den selbstgebrannten „Hauler“ aus badischem Erzeugnis schmecken und wer nicht über die letzten Tage philosophierte, ging relativ früh ins Bett, um am nächsten Tag fit für die Heimreise zu sein.

Unser Bus fuhr pünktlich vor dem Hotel vor und gegen halb zehn starteten wir zur Heimfahrt. Diese verlief mit einem McD-Stopp bei Augsburg völlig problemlos und veranlasste den eher wortkargen und sonst kritischen Busfahrer Rolf, gegen Ende der Fahrt, zu einem überschwänglichen und überraschenden Lob für seine Fahrgäste, welches wir natürlich mit Stolz entgegennahmen. So endeten fünf schöne und erlebnisreiche Skitage, für die wir uns, wie schon erwähnt, bei Nils und Ala ganz herzlich bedanken. Dass alles passte, belegen auch die Aussagen von Lehrerin Hannah und Ingenieur Thimo, die zum ersten Mal teilgenommen hatten und bereits ihr Interesse für 2021 bekundeten. Damit ist alles gesagt und wir sehen uns wieder im Januar 2021…Ski heil…

 

Manfred Karpstein

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