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Mit Käpt’n Matti & Co auf hoher See......

#Abschieds-Tour de Baden 2018

 

1. Tag – Hallo, liebe Follower…

 

Bereits im letzten Jahr war die 10-jährige Jubiläumstour als letzte Tour an den Bodensee tituliert worden. Doch als diese dann buchstäblich ins Wasser gefallen war, hatte man sich entschieden, dass man so nicht aufhören kann und die nun 11. Tour, als wirklich letzte geplant. Passend zur Tourenzahl waren es auch insgesamt elf Teilnehmer, die sich in einem der heißesten Sommer der letzten Jahre auf den Weg ans Schwäbische Meer machen wollten. Alles war geplant für diesen Montag, den 6. August. Die Weißwürste wie gewohnt bei der Metzgerei Zorn bestellt, der Shuttlebus organisiert und die Teilnehmer eingeladen. Doch die ganze Planung nützt nichts, wenn die eingeplanten Personen anders planen. Und so standen und warteten sieben der elf Eingeplanten, Ala Bossert, Manfred und Robin Karpstein, Julius Rothfischer, Silas Schneider, Tim Krauth und Nikolas Pavlovic, bei Zorns Metzgerei. Und sie warteten und warteten und warteten, doch die drei für diesen Tag ebenfalls Eingeplanten kamen und kamen nicht. Erst zahlreiche Telefonate und WhatsApp-Nachrichten konnten das Geheimnis um die drei Verschollenen aufhellen. Shuttlebusfahrerin Aki Waschke weilte auf Besuch in Münster und war auf Mittwoch eingestellt, ihr Bruder Arne wartete auf ein Amazonpaket mit neuen Fahrradmänteln und Ben Seeger aus Altensteig hatte sich auf Dienstag eingestellt. Der elfte Teilnehmer, ein namhafter Springreiter aus dem Schwabenland, sollte erst am nächsten Morgen zu uns stoßen. Wie auch immer es zu diesen Missverständnissen kam, Tourorganisator Ala Bossert und seine Mitstreiter waren nur kurz ratlos. Der Tourbus wurde mit dem Zornexpress bei Waschkes abgeholt, bei Zorns mit dem Tourgepäck beladen und anschließend dort zur Abholung bereitgestellt. Ben wurde wachgerüttelt und zum Freibad nach Nagold bestellt. Annkathrin (Aki) stellte kurz entschlossen ihre Pläne um, kehrte schnellstens aus Münster zurück, schnappte sich den Bus und ihren Bruder, der kurzerhand ein anderes Fahrrad für die Tour richtete und war abends zusammen mit ihm rechtzeitig und pünktlich in Nagold. So begann die Tour dieses Jahr etwas verspätet, was aber der Stimmung keinen Abbruch tat. In flotter Fahrt ging es durch das Nagoldtal über Calw und den Edeka Wildberg bis nach Nagold zum Freibad, wo sich die erhitzte und verschwitzte Truppe etwas Abkühlung beim Kunstspringen vom Dreimeterbrett oder beim Schwimmen verschaffte. Nach Bezug der Zimmer im altbekannten Naturfreundehaus wurde der Abend im „Fellini“, einem von Bens Mutter empfohlenen Italiener, hervorragend kulinarisch abgeschlossen. Besonders gewürzt wurde der Abend noch durch Alas Handballanekdoten aus seiner Jugend- und BHV-Zeit, die bei unseren Jungs für große Ohren sorgten, aufgrund eingetretener Verjährung, zum Glück jedoch nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden können. Zu guter Letzt und zu später Stunde, wurden noch ein paar Eis essende Müllsünder von Ala zu Sportlern des Tages gekürt und für den Rest der Tour mit dem Tischabräumdienst „belohnt“.

 

2. Tag – Dem Himmel so nah…

 

Dem Himmel näher kamen wir nach unserer Ankunft in Rottweil, wohin uns die zweite Tagesetappe führte. Doch bevor wir in höhere Sphären gelangen konnten, mussten wir erst 70 kräftezehrende Kilometer überstehen. Mit Philipp S. W. Wanner war auch der angekündigte schwäbische Pferdeflüsterer direkt aus Griechenland zu uns gestoßen und begleitete uns fortan bis zum Bodensee. Doch nicht hoch zu Ross, sondern auf einem 28er Drahtesel. Gleich zu Beginn der Etappe hatten wir eine zufällige Begegnung in Talheim, wo wir den ehemaligen Tourteilnehmer und kolumbianischen Bergfloh Diego Ruberg aus unserer C1-Jugend trafen, der mit seinem Vater in gleicher Richtung unterwegs war und bereits um halb drei morgens in Pforzheim gestartet war. Nach einem kurzen Hallo ging die Fahrt, unterbrochen von einem etwa zwanzigminütigen Gewitterregen bei Oberndorf, vor dem wir uns gerade noch rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten, richtig flott und musikalisch umrahmt voran. „DJ Bobo Julius“ peitschte uns immer wieder mit seinem Hitmix nach vorne. Songs von der harten Beate, der Granate, Johnny Depp und anderen, brachten uns in Schwung und trieben nicht nur unsere Stimmbänder zur Höchstleistung an. In Rottweil angekommen wurde schnell geduscht, um anschließend mit dem Tourbus zum architektonisch toll gestylten ThyssenKrupp Testturm zu fahren, dessen Besucheraufzug uns mit acht Metern pro Sekunde auf 230 m Höhe katapultierte. In diesem imposanten und sehenswerten Bauwerk werden in insgesamt 12 verschiedenen Schächten, Aufzüge für die Hochhäuser und Wolkenkratzer weltweit getestet, darunter das seillose Mehrkabinenaufzugssystem MULTI, das hier zur Marktreife gebracht wird (http://www.thyssenkrupp-elevator.com/de/). Für das Abendessen hatten wir im griechischen Restaurant „Kanne“ reserviert, welches uns wärmstens von der Rottweiler Polizei empfohlen worden war. Unser Schutzmann Manfred hatte dort angerufen und eine seiner Kolleginnen gab ihm diesen Tipp, den auch wir ohne Bedenken weitergeben können. Mit einem Eis in der Fußgängerzone wurde der Abend dann abgeschlossen und die Herberge aufgesucht.

 

3. Tag – Eine Panne kommt selten allein…

 

Nachdem um sechs und sieben Uhr morgens die Kirchturmglocken der neben der Jugendherberge befindlichen Kirche unseren Erholungsschlaf gestört hatten, verhieß ein Blick aus dem Fenster zunächst nichts Gutes. Es regnete wie üblich in Rottweil. Doch wir hatten Glück. Bis zur Abfahrt hatte Petrus ein Einsehen und wir konnten uns trotz malträtierter Gesäße voll aufs Radfahren konzentrieren. Nach fünfeinhalb Stunden Fahrt und 103 Kilometern landeten alle wohlbehalten am Bodensee. Nur einer hatte unterwegs wieder Pech. „Pannen-Niko“ musste in Donaueschingen erneut mit einem Platten die Segel streichen. Doch unser Gelber Engel war nicht weit. Akis Abschleppdienst nahm den armen Jungen mit seinem Pannenrad auf und bei unserer planmäßigen Rast in Blumberg trafen wir wieder zusammen. Mithilfe von Einheimischen wurde ein naher Fahrradhändler gefunden, der den Schaden kurzerhand behob, sodass Pannen-Niko sich uns wieder anschließen konnte. Am Jugendhotel warteten schon Alas Schwester Caro mit dem kleinen Matti und Opa Werner Bernauer auf uns, die kurzentschlossen einen Trip an den Bodensee unternommen hatten. Nachdem die Zimmer bezogen und der erste Einkauf mit dem Tourbus erledigt war, bezogen wir unser Abendessen von einem Sommerfest in der benachbarten Gärtnerei, wo der Grillmeister Pullpork, Würstchen und Flammkuchen anbot. Eine Auswahl Weine eines örtlichen Winzers standen auch zur Auswahl und wurden insbesondere von Werner und Manfred qualitätsmäßig überprüft. Die Jugend traf sich am „Meetingpoint“ zum Quatschen oder zum Tischtennis-Match. Zu später Stunde zumeist leider ohne Blondlocke Ben, der mit sonnenstichartigen Symptomen kürzer treten musste und für längere Zeit die Toilette blockierte. So klang der Tag trotz anstrengender Fahrt gemütlich aus und fast alle konnten nach Mitternacht ihren wohl verdienten Schlaf genießen.

 

4. Tag – Mit Käpt’n Matti auf hoher See…

 

Erstes Frühstück im Jugendhotelpavillon an einem herrlichen Morgen, der für manche etwas später anfing aber trotzdem für gute Stimmung sorgte. Nachdem alle gestärkt waren, ging es mit Käpt’n Matti, Bootsmann Ala und den tags zuvor angemieteten zwei Motorbooten, hinaus auf den Bodensee. Herrlich warm und erfrischend war der See, in den sich alle kopfüber stürzten. Es wurde geplantscht, geschwommen und getaucht oder untergetaucht. Doch jeder tauchte wieder auf und nach einer Stunde waren wir wieder zurück an Land, wo der Hunger plagte und uns ins Strandbad trieb. Dort gab es leckere frisch zubereitete Pizza, Seele und andere gute Dinge für die hungrigen Mäuler. Die angefutterten Kalorien wurden anschließend in sportliche Aktivität umgesetzt. Baggern, Pritschen, Schmettern und Hechten war beim Beachvolleyball angesagt und gipfelte schließlich in einem prestigeträchtigen Duell zwischen Jung und Alt. Es wurde um jeden Ball gekämpft und nachdem der erste Satz erst in der Verlängerung ganz knapp an Jung gegangen war, konnte Alt den Zweiten routiniert und souverän gewinnen. Alles deutete damit auf einen Sieg für Alt im entscheidenden dritten Satz hin. Doch Wunderaufschläger Silas brachte die gegnerischen Abwehrspieler, insbesondere Manfred, mit seinen Flatterbällen zur schieren Verzweiflung, was am Ende in einem 7:0-Schneider und dem Sieg für Jung endete. Nach unserer Rückkehr ins Jugendhotel erwarteten uns Überraschungsgäste. Heiko, Frauke und Amelie, Eltern und Schwester von Aki und Arne, hatten sich kurzfristig dazu entschlossen, sich unserer Meute anzuschließen. Da in Akis Zimmer noch entsprechend viele Betten frei waren, war auch die Quartiersuche kein Problem. Am Abend wurde dann selbst gekocht. Nudeln, Maultaschen und Salate wurden angeboten und fanden reichlich Abnehmer. Verlassen musste uns Julius, der mit Rad und Zug nach Hause fuhr, da er am nächsten Tag mit seinen Eltern in den Urlaub nach Griechenland flog. Vor dem Schlafengehen gab es dann noch ein weiteres Duell zwischen Jung und Alt. Wer beim feuchtfröhlichen Tischtennismatch letztendlich die Oberhand behielt, bleibt unser Geheimnis.

 

5. Tag – Mission Impossible…

 

Da sich schlechteres Wetter angekündigt hatte, ging es mit Bus und Bahn nach Konstanz. Aus dem vorgesehenen Kinobesuch wurde in Anlehnung an den Filmtitel leider eine „Mission Impossible“, da wir uns an der Kinokasse verspätet hatten. So wurde daraus, bei unerwartet schönem Wetter, ein Stadtbummel mit einem aufsehenerregenden Ergebnis. Unsere SG‘ays hatten sich von Modeberaterin Aki neu einkleiden lassen und avancierten unter der Führung von Blondlocke Ben zum Hit der Fußgängerzone. Die Rückfahrt zum Jugendhotel gestaltete sich dann auch sehr lustig und die gute Stimmung setzte sich den Abend über unaufhaltsam fort. Zumal es an diesem Abend feine Speisen aus dem Backofen und vom Holzkohlegrill gab, an dem Chefgriller Heiko alle Register zog. Die Nacht zog sich dann noch lange hin und die letzten fielen erst weit nach Mitternacht ins Bett.

 

6. Tag – Alles hat ein Ende…

 

Der Abschied nahte und bis gegen halb elf mussten die Zimmer geräumt werden. Nachdem die Pflicht erledigt war, ging es zur Kür noch einmal hinaus auf den Bodensee. Mit zwei Tretbooten für die Jugend und einem Motorboot für das ältere Semester, schipperten wir zum letzten Mal auf das Schwäbische Meer hinaus und genossen noch einmal das Urlaubsfeeling. Die Rückfahrt nach Hause wurde dann getrennt angetreten. Familie Waschke fuhr geschlossen mit der Familienkutsche zurück. Ala, Robin und Manfred nutzten den Tourbus für die Heimreise, während Tim, Ben, Philipp, Silas und Niko mit dem Zug zu ihren verschiedenen Zielen reisten. Wie man hörte, kamen alle gut zuhause an und so gingen sechs tolle Tage zu Ende, an die sicher jeder noch eine Weile denken wird, zumal es die wohl letzte Bodenseetour gewesen sein wird. Nächstes Jahr soll es in die Alpen gehen. Also schon mal fleißig die Beinmuskeln trainieren und die Fahrradkette schmieren.

 

Vielen Dank an Ala, der wieder mal alles bestens organisiert und arrangiert hat, sowie Aki, die mit dem Tourbus immer zur Stelle war, wenn Not am Mann/Frau gewesen war und die sich liebevoll um ihre SG‘ays gekümmert hat. Bis dann…, der Berg ruft.

 

Manfred Karpstein/Alexander "Ala" Bossert

 

Bilder zur Tour de Baden 2018 in der Bildergalerie hier...

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