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Zwei Herzen schlagen in der Brust (PK 22.08.2019)

Pforzheimer Kurier, Ausgabe 22.08.2019

Von unserem Redaktionsmitglied Philipp Kungl

 

Als Tim Krauth vor zwei Jahren von seinem Heimatverein, der SG Steinbach/Kappelwindeck, zur SG Pforzheim/Eutingen wechselte, war dem Handballer aus Bühl bereits klar, dass dieser Schritt ein sehr wichtiger in seiner noch jungen Karriere sein würde. „In Pforzheim bekam ich die Möglichkeit, in der Jugend-Bundesliga zu spielen und viel Erfahrung zu sammeln“, sagt der 17-Jährige rückblickend. Dass der Wechsel in die Goldstadt neben dem Hallenhandball noch eine weitere Leidenschaft in ihm wecken sollte, das war Krauth da noch nicht bewusst. „Mein Jugendtrainer Alexander Bossert war beim Verband auch für Beachhandball verantwortlich und nahm mich mit in die badische Auswahl“, erzählt er. Zuvor hatte Krauth zwar schon ein paar Mal auf dem Sandplatz gespielt, allerdings noch nicht auf diesem Niveau. Doch der Linkshänder machte seine Sache so gut, dass es für ihn bis ins U17-Nationalteam ging – und in diesem Sommer zur Beachhandball-EM nach Polen. „Wir hätten schon mehr erreichen können als Platz neun, aber das Turnier hat uns enorm weitergebracht“, meint Krauth. Der Beachhandball, der für ihn zunächst als bloße Abwechslung zur Halle begann, hat inzwischen einen hohen Stellenwert in Krauths Leben. Längst schlagen zwei Herzen in seiner Brust. „Beachhandball ist durch die vielen Trickwürfe deutlich spektakulärer, außerdem spielt man eigentlich permanent in Überzahl“, nennt er aus seiner Sicht die Vorzüge der Sandvariante.

 

Dass die noch junge Sportart darüber hinaus sehr anspruchsvoll ist und ein hohes Maß an Athletik und Spielverständnis erfordert, ist indes nicht jedem bewusst. „Manche belächeln den Beachhandball, da sie in erster Linie an reine Spaßveranstaltungen denken“, sagt Krauth. Von seinen Pforzheimer Hallen-Kollegen komme da schon ab und zu mal ein neckischer Spruch. Apropos Halle: Auf die will Tim Krauth nicht verzichten, denn da gibt es deutlich mehr Zweikämpfe. „Ich spiele gerne körperbetont, das ist in der Halle besser möglich.“ Aktuell läuft bei der A-Jugend der SG die Vorbereitung auf die neue Saison in der Jugend-Bundesliga, in der man die Top Vier und damit die Meisterrunde erreichen möchte. Und auch nach der Jugend will Krauth weiter Handball spielen, am besten möglichst hochklassig. „Oder es geht zurück nach Kappelwindeck und beruflich in die Richtung Physiotherapie“, meint Krauth. Dem Beachhandball bleibt er so oder so treu: „Mein ganz großes Ziel ist die Männer-Nationalmannschaft.“

Voller Einsatz im Sand: Bei der EM in Polen konnte Beachhandballer Tim Krauth (hinten) mit der U17-Nationalmannschaft viel Erfahrung sammeln. Jetzt ist der 17-Jährige wieder in der Halle gefordert – die Jugend-Bundesliga-Saison steht vor der Tür. Foto: pr

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