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Ui-jui-jui – 2. Teil! Handballfest am Bodensee

Wer hätte das gedacht, dass der Ausflug unserer Pforzheimer Jungs zum Überflieger-Team HSG Konstanz eine so spannende Sache werden würde?

 

Alle die dort waren haben ein mega Handallfest erlebt vor einer brechendvollen, mit 1600 Zuschauern ausverkauften Schänzle-Sporthalle. Alleine diese Kulisse war schon 2. Liga tauglich. Die Tatsache, dass drei Minuten vor dem Ende die gesamte Halle aufgestanden ist und die Konstanzer ihre Mannschaft gefeiert, aber der Pforzheimer Fanblock nicht weniger ihrem Team zujubelte, zeugt von einem begeisternden Handballspiel.

 

Durch den besonderen Spielmodus mit sieben Staffeln und nur 12 Mannschaften pro Staffel, konnte man die Stärke der anderen Südvereinen nie so richtig einordnen. Konstanz, als einer der letztjährigen Absteiger aus der 2. Bundesliga, galt für alle Handball-Insider als der Topfavorit im Süden. Was sie dann auch mit ihrem Durchmarsch in der Staffel G, mit 40:4 Punkten eindrucksvoll bestätigten.

Dass Jörg Lützelberger, der Trainer von Konstanz mit seiner Aussage im Vorbericht, als er von zwei gleichwertiger Teams sprach und damit über weite Strecken des Spiel sogar rechtbehalten sollte, war dann doch schon eine dicke Überraschung! Ein bisschen relativieren muss man diese Aussage dann vielleicht aber doch etwas.

Die HSG ist besser in das Match gestartet. Sie haben immer vorgelegt und die Pforzheimer, allen voran Jonathan Buck haben nachgelegt. Dieser Schlagabtausch zog sich sehr abwechslungsreich und mit attraktiven Aktionen bis zur 24. Minute und einem Stand von 12:12 hin. Dann kam genau diese Phase, vor der Alexander Lipps seine Jungs gewarnt hatte. Ein, zwei Fehler im Angriff zu viel, und schon wird man gnadenlos mit schnellen Kontertoren bestraft.

Und das zeichnet dann eben auch ein Spitzenteam aus, wenn man den Gegner in solchen Phasen abschütteln kann. Konstanz nutzte die verbleibenden Minuten bis zur Pause und baute die Führung bis zum Stand von 16:12 aus.

 

In der zweiten Hälfte wurde es schnell dramatisch und Pforzheim drohte auf die Verliererstraße abzurutschen. Mit einem verwandelten 7m erhöhte Konstanz auf 18:13. Keine zwei Minuten später erhielt Pascal Kirchenbauer von den beiden Erstliga-Schiedsrichtern, Thomas Hörath und Timo Hofmann eine zweifelhafte Rote Karte und beraubte so Alexander Lipps um eine weitere Alternative im Rückraum, nachdem ihm schon mit Jan Wörner ein wichtiger Leistungsträger an diesem Abend fehlte.

Aber es kam noch dicker. Lukas Süsser wurde für zwei Minuten vom Feld geschickt und obwohl das Spiel noch unterbrochen war, behaupteten die Zeitnehmer, dass Max Lupus zu viel auf dem Feld war und schickten ihn ebenfalls auf die Strafbank.

Diese heikle Situation mit doppelter Unterzahl setzte dann aber wohl neue Kräfte frei und die Pforzheimer Fans trauten ihren Augen nicht, als Max Lupus in der 47. Minute die erste, allerdings auch einzige Führung zum 21:22 erzielte. Es wurde noch spannender. Die Führung drehte erneut und Tim Ganz erzielte den erneuten Ausgleich zum 24:24. In der 54. Minute erhielt nun auch der Konstanzer Michelberger wegen eines Gesichtstreffers die Rote Karte, aber der Kräfteverschleiß dieses temporeichen und hochklassigen Spiels machte sich zusehends bemerkbar.

Erneut war es Tim Ganz, der in der 56. Minute den 28:27 Anschlusstreffer erzielte. Auf Konstanzer Seite waren es dann die beiden besten Akteure, Knezevic und Bornhauser, die mit jeweils einem Treffer den Sack für Konstanz zu machten.

 

Für Alexander Lipps bleit das Fazit: Alles richtig gemacht. Und der Pforzheimer Fanbus konnte mit der Erkenntnis die Heimreise antreten: Es hat noch etwas gefehlt, aber der Abstand ist nicht riesengroß.

 

Weiter geht es für unsere Pforzheimer Jungs am 23.4. zur HSG Hanau, bevor es dann zum Heimspiel am 30.4. gegen die HSG Krefeld Niederrhein kommt.

 

[SG]

 

Es spielten: Bastian Rutschmann, Benjamin Löckel, Michael Hohnerlein 2, Nico Schöttle 1, Felix Reisinger, Linus Bleh, Jonas Beyer, Julian Broschwitz 3, Pascal Kirchenbauer 2, Max Lupus 3, Tim Ganz 5, Leon Gerstner 3, Jonathan Buck 6, Lukas Süsser 2, Tim Kusch.

 

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