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Meister Konstanz zeigt sich abgezockt

3. Liga


SG Pforzheim/Eutingen : HSG Konstanz   21:28  (12:15)

 

Eine längere Schwächephase der SG Pforzheim/Eutingen in der zweiten Halbzeit verhinderte einen Überraschungscoup gegen den souveränen Meister HSG Konstanz, der nun um den Aufstieg in die 2. Bundesliga spielt.

 

Mit dem letzten Aufgebot musste Coach Alexander Lipps in die Schlussbegegnung dieser Saison starten. Adam Studentkowski - Michael Hohnerlein, Ingo Catak, Pascal Kirchenbauer, Leon Gerstner, Julian Broschwitz, Arved Horchheimer. Das wäre eine durchaus konkurrenzfähige Start-Sieben gegen die Übermannschaft vom Bodensee gewesen, doch es war nur die Verletztenliste.

Hinzu kam noch Torjäger Jonathan Buck, der schwer angeschlagen war und nur wenige Minuten spielen konnte.

 

Die SG konnte in der Anfangsphase die Partie weitgehend ausgeglichen gestalten. Noch in der 8. Spielminute traf der starke Torsten Anselm zum 3:3. Zehn Minuten später zwangen die Seehasen SG-Coach Alexander Lipps zur ersten Auszeit. Fehlende Konsequenz im Abschluss nutzen die Gäste zu einer 6:10-Führung. Die Auszeit zeigte ihre Wirkung und die Pforzheimer konnten auf zwei Tore verkürzen. Bis zum 10:12 in der 25. Minute blieb es beim knappen Vorsprung der Gäste, ehe beim Stand von 12:15 die sich nicht gerade als Heimschiedsrichter präsentierenden Unparteiischen zum Pausentee baten.

 

Nach der Pause gelang es den aufopferungsvoll kämpfenden Pforzheimern beim 14:16 (33.) auf zwei Tore zu verkürzen. Doch zwei Zeitstrafen und ein verworfener Siebenmeter läuteten eine fast zehnminütige Durststrecke ein, in der der SG kein Treffer gelang, während die beweglichen und schnellen Gäste trotz guter Abwehrarbeit der SG regelmäßig trafen.

Beim Stand von 15:22 in der 44. Minute war daher die Hoffnung auf eine Überraschung nahe dem Nullpunkt angekommen. Routiniert spielen die Gäste das Spiel zu Ende und gewannen verdient mit 21:28.

 

Mit der Abwehrleistung war der SG-Coach zufrieden: „Konstanz bei 28 Gegentoren zu halten, ist aller Ehren wert“, haderte aber etwas mit der Angriffsleistung, in der „zu viele Würfe unvorbereitet waren und wir den Gegner zum Kontern eingeladen haben“. Bei den Gästen hütete mit Konstantin Poltrum ein Ex-Bundesliga-Keeper das Gehäuse, der dies dankbar annahm.

 

Die SG geht nun in die Pause, ehe sie nach dem Abstieg und Rückzug der TGS Pforzheim als einziger Pforzheimer Vertreter in der dritten Liga im September wieder den Spielbetrieb aufnimmt.

 

SG Pforzheim/Eutingen: Moritz Luckert, Luca Tschentscher - Jona Mauch (1), Felix Reisinger, Jonathan Buck (1), Linus Bleh, Hannes Schnepf (1), Vincent Virzi (3), Silas Schneider, Tom Schlögl (2), Torsten Anselm (5), Josias Boschmann (1), Luca Mariani (1), Max Lupus (2), Tim Ganz (5/3), Matej Mikita

 

Konstanz: Konstantin Poltrum, Tom Göres - Michel Stotz (4), Aron Czako (1), Lars Michelberger, Felix Sproß (1), Christos Erifopoulos (4), Veit Schlafmann, Sebastian Hutecek, Jo Knipp (1), Fynn Beckmann (4), Samuel Wendel (5), Jens Koester, Mathieu Fenyö (2), Niklas Ingenpass, Lukas Köder (6/3)

 

 

SG-Urgesteine sagen Adieu

 

Sechs Spieler und Co-Trainer wurden verabschiedet

 

Mit Keeper Benjamin Löckel, Kreisläufer Felix Reisinger und Linkshänder Levin Wilhelm verabschiedete die SG gleich drei Spieler, die noch als Jugendliche den Weg nach Pforzheim fanden und über mehrere Jahre in der ersten und zweiten Mannschaft aktiv waren und ihren Schwerpunkt nun auf ihr Studium legen wollen.

 

Mit Jonathan Buck wurde einer der Torjäger verabschiedet, der sich dem Schweizer Erstligisten Wacker Thun anschließen wird.

Die Handballkarriere beenden muss Pascal Kirchenbauer. Das SG-Eigengewächs krönte seine Jugendzeit in Pforzheim mit der Berufung in die Jugendnationalmannschaft, ehe er in die Aktivität in die Bundesliga zu den Rhein-Neckar-Löwen und den Eulen Ludwigshafen wechselte. Zwei schwere Knieverletzungen verhinderten jedoch nennenswerte Erstligaeinsätze. Vor vier Jahren entschloss er sich daher zur Rückkehr zum Heimatverein und spielte drei starke Runden. Vor der Saison verletzte er sich schwer am Brustmuskel und konnte in keinem Spiel mehr mitwirken.

 

Vor 14 Jahren noch als B-Jugendlicher stieß Michael Hohnerlein zum Verein. Nach vier Jahren in der Jugend blieb er dem Verein bis heute treu und gehörte zu den Stützen der Mannschaft. Vor zwei Jahren verschlug es ihn beruflich in die Ortenau, von wo er regelmäßig ins Training pendelte, was nun nicht mehr leistbar ist. Geehrt wurden auch seine Eltern, die seinerzeit ihren Filius vier Mal pro Woche von Tauberbischofsheim nach Pforzheim ins Training chauffierten, ehe er als Volljähriger seinen Lebensmittelpunkt in die Goldstadt legte.

 

Auch Co-Trainer Markus Baumann wurde verabschiedet. Auch hier zwingt der Beruf zum Kürzertreten. Er wechselt als Jugendtrainer wohnortnah zu den Rhein-Neckar Löwen.

 

[UM]

 

Bilder vom Spiel und Verabschiedung - findet ihr hier...

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