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Großer Kampf wird nicht belohnt

 

SG Pforzheim/Eutingen verliert im Nachholspiel gegen die Junglöwen

Von unserem Redaktionsmitglied Sandra Hennig 

 

Vorwürfe? Die konnte sich am Mittwochabend in der Pforzheimer Bertha-Benz-Halle wahrlich keiner machen. Mit 26:28 (12:13) mussten sich die Drittliga-Handballer der SG Pforzheim/Eutingen dem Tabellenführer der Staffel F, den Rhein-Neckar Löwen II, geschlagen geben.

 

„Natürlich ist man enttäuscht, wenn es in einem Spiel wie diesem so oft unentschieden steht“, gestand SG-Trainer Alexander Lipps nach der Partie. „Aber unzufrieden bin ich nicht, nein.“ In manchen Situationen hat uns auch dieser kleine Hauch Matchglück gefehlt. Alexander Lipps Trainer der SG Pforzheim/Eutingen.

Ein ähnliches Fazit zog auch sein Gegenüber bei den Junglöwen, Michel Abt: „Ob das jetzt unser schönstes Spiel war, weiß ich nicht. Schlecht oder gut, das hängt ja auch immer ein wenig vom Gegner ab“, resümierte er. „Aber wir haben die Hinrunde jetzt mit einem Sieg abgeschlossen – das war unser Ziel und damit bin ich zufrieden. Das war sicherlich eine unserer schwersten Aufgaben bislang.“

Tatsächlich machten die Eutinger es ihren Gästen von Beginn an schwer. Immer wieder stellte Lipps im Verlauf der Partie die Abwehr um – von 6:0 auf 3-2-1, anschließend und vorwiegend auf eine 5:1-Deckung, in der Julian Broschwitz vorgezogen agierte. „Wir wollten damit Stress erzeugen, den Gegner immer wieder vor neue Aufgaben stellen“, erklärte Lipps. Das hatte auch funktioniert: Die SG führte vor 180 Zuschauern – darunter der Ex-Nationalspieler und Sportkoordinator der Rhein-Neckar Löwen, Oliver Roggisch – bis kurz vor Ende der ersten Halbzeit mit zwei Toren.

 

„Es hatte etwas von Schach“, meinte Abt nach der Partie. „Wir haben immer wieder taktisch auf den anderen reagiert.“ Die Gäste setzten zu den richtigen Zeitpunkten jedoch Nadelstiche, indem sie den siebten Feldspieler brachten. „Im vergangenen Jahr hat er das beinahe 60 Minuten lang gemacht“, sagte Lipps, „dieses Mal hatte ich tatsächlich mit einer 5:1-Abwehr gerechnet“. Er sollte Recht behalten – wenngleich es laut Abt das erste Mal in dieser Saison war. Was am Ende einer taktisch geprägten Partie, die alle Spieler auf beiden Seiten mit großer Einsatzbereitschaft und redlichem Kampfgeist angegangenen waren, den Ausschlag gab? „Ich denke, wir haben unsere individuelle Klasse gut genutzt“, meinte Abt.

Ein Garant in seinen Reihen war Torhüter Niklas Gierse, der immer wieder Fuß- und Fingerspitzen an die Abschlüsse der Pforzheimer bekam. Dazu bestach Mattis Blum durch Flexibilität, Rechtsaußen Veit Schlafmann hielt die Junglöwen in der Schlussphase, in der Nico Schöttle auf der Gegenseite dreimal in Folge den Ausgleich wiederhergestellt hatte, auf Kurs.

 

„In manchen Situationen hat uns vielleicht auch dieser kleine Hauch Matchglück gefehlt“, meinte Alexander Lipps abschließend. „Und wenn man oben in der Tabelle steht, hat man das eben. Aber sie stehen da absolut zurecht. Das war ein sehr guter Gegner, der jede Kleinigkeit direkt bestraft hat.“

 

SG Pforzheim/Eutingen: Vukoja, Rutschmann – Wörner 2, Hohnerlein, Schöttle 5, Beyer, Broschwitz 4/2, Kirchenbauer 3, M. Lupus 4, Catak, Ganz 2/1, Gerstner 1, Süsser 1, Buck 3, Kusch 1.

 

Rhein-Neckar Löwen II: Gierse, Grupe - M. Trost 1, Krass 4, Scholtes 3, Wichmann, Keller, Bolius, S. Trost 5, Timmermeister, Blum 7/2, Michalski, Ganshorn 3, Schlafmann 4, Kessler 1.

 

 

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