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Zank um den Skiurlaub (Pforzheimer Kurier 13.02.18)

Von unserem Redaktionsmitglied Sebastian Kapp

 

Pforzheim/Kronau-Östringen. Eine eigenartige Posse spielt sich in der Handball-B-Jugend zwischen den Oberligisten SG Pforzheim/Eutingen und den Rhein-Neckar Löwen ab. Nachdem die Junglöwen die Bitte um Spielverlegung ablehnten (wir berichteten), was zur Absage der Partie führte, legen beide Seiten noch einmal nach. In Kronau-Östringen sieht man sich zu Unrecht als Buhmann. „Erstaunt über die Absage sind die Verantwortlichen der Junglöwen aufgrund der Tatsache, dass die SG Pforzheim/Eutingen den Termin in der Planung vor der Saison selbst gewählt hat“, heißt es in einer Stellungnahme des Vereins. „Erst Anfang Januar erhielten die Junglöwen dann eine Spielverlegungsanfrage der SG Pforzheim/Eutingen mit der Begründung ,Skiurlaub mehrerer Spieler‘“. Das habe man abgelehnt. Dies wiederum stößt bei Pforzheims B-Jugend-Trainer Alexander Bossert auf Unverständnis. Zwar räumt er die Vorwürfe ein, die SG habe durch Planungsfehler diese Situation erschaffen. „Aber es ist das erste Mal, seit ich Jugendtrainer bin, dass ein Verein sich so unkooperativ zeigt.“ Die Kombination aus Urlauben und einem Handballlehrgang des badischen Verbands habe es für die SG unmöglich gemacht, zu spielen, wie Bossert sagt. „Ich verstehe es nicht. Wir hatten eigentlich immer ein gutes Verhältnis.“

 

Böses Blut sei nicht geflossen, erklärt Junglöwen-Trainer Daniel Meyer gegenüber dem Kurier, sieht seinen Verein aber nicht in der Verantwortung, die Probleme der SG zu lösen. „Hat unser Gegner die Hausaufgaben gemacht, haben wir kein Problem mit einer Spielverlegung. Bei nicht kalkulierbaren Vorkommnissen, wie zum Beispiel familiären Schicksalsschlägen, sind wir auch gerne bereit einer Spielverlegung zuzustimmen“, sagt Meyer. Aber: „Beim Skiurlaub der gegnerischen Spieler ist für uns eine Grenze überschritten. Viele meiner Spieler und deren Eltern wären auch gerne in den Urlaub gefahren, hatten allerdings hierzu keine Möglichkeit mehr.“ Das wiederum kontert Bossert: „Die Junglöwen haben Urlaubssperren. Das ist bei uns mit unseren Eltern nicht möglich.“ Man sei eben kein Profi-Verein. Dass es auch anders geht, bewies übrigens der TV Bittenfeld. Der hatte im Januar laut Bossert nämlich keine Probleme mit einer Verlegung des Spiels am 17. Februar. „Da haben wir binnen zwei Tagen eine positive Rückmeldung erhalten“, sagt Bossert.

 

Quelle: Pforzheimer Kurier, 13. Februar 2018

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